Freitag, 9. Januar 2009

Diabetes früh erkennen

Diabetes früh erkennen

In Deutschland und in vielenLändern der Welt gibt es immer mehr Menschen mit Diabetes vom Typ 2. Diese Krankheit, diefrüher Altersdiabetes genanntwurde, betrifft heute nicht nur immer mehr Menschen, sondernetliche schon, wenn sienoch jung sind.Woran ist zu erkennen, ob einMensch gefährdet ist, einen DiabetesTyp 2 zu bekommen oderob er bereits auf dem Weg dazuist? Natürlich hat wie bei vielen anderen Erkrankungen Veranlagung eine gewisse Bedeutung.Wichtiger aber ist der Lebensstil und der ist meist ungesund. Wir essen zu viel, zu fett und zu viel Zucker. Und wir bewegen uns zu wenig.Dadurch kommt es zu Übergewicht,der Fettanteil des Körpers nimmt zu. Doch Körperfett ist nicht gleich Körperfett. Besonders ungünstig ist es, wenn das Fett sich in der Körpermitte ansammelt. Das ist auf den ersten Blick am dicken Bauch zuerkennen.Wenn Sie es genau wissenwollen, nehmen Sie ein gewöhnliches Maßband zur Hand. Wissenschaftler haben in großen Studien herausgefunden, ab welchem Bauchumfang das Risiko steigt, einen Diabetes Typ 2 und möglicherweise seine gefährlichenFolgeerkrankungenzu bekommen. Die Zahlen sinderstaunlich niedrig und bei Männern und Frauen unterschiedlich:Mehr als 94 Zentimetern sollten es bei Männernnicht sein und bei Frauen nicht mehr als 80 Zentimeter.Damit die Werte aussagekräftig sind, kommt es darauf an,dass Sie das Bandmaß richtig anlegen. Gemessen wird derTaillenumfang im Stehen in derMitte zwischen den Rippenbögenund Hüftknochen. Dazusollten Sie sich entkleiden und normal atmen. Wer den Bauch einzieht, betrügt sich selbst. Messen Sie einen erhöhten Bauchumfang, sollten Sie mit IhremArzt darüber sprechen. Erwird dann wahrscheinlich weitereUntersuchungen machen, ausdenen hervorgeht, wie hoch ihrRisiko ist, eventuell eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu bekommen,die zu gefährlichen Schädenunter anderen an Hirn, Herz und Augen führen kann.Zu diesen Untersuchungen gehört die Messung des Blutdrucks.Außerdem wird Ihnen nüchtern Blut abgenommen und daraus werden die Werte fürBlutfette bestimmt. Die Wertefür das „schlechte“ LDL-Cholesterin,das „gute“ HDL-Cholesterinsowie die Triglyzeride gebenweitere Hinweise auf eine möglicheGefährdung für Herzinfarktund Schlaganfall. Auch wird mitder Blutzuckerbestimmung festgestellt,ob möglicherweiseschon ein Diabetes besteht.Leider ist es oft so, dass beierheblichem Übergewicht gleichmehrere dieser Werte nicht imNormbereich sind. Dadurchsteigt das Risiko besonders, einenDiabetes Typ 2 zu bekommen.Ärzte sprechen dann vomMetabolischen Syndrom. Möglicherweise besteht beidiesem Syndrom schon eineVorstufe des Diabetes. Die morgens gemessenen Nüchtern-Blutzuckerwerte können dann noch normal sein. Nach dem Essen sind sie aber schon deutlich erhöht.Ärzte sprechendann von einer gestörten Glukosetoleranzoder von einem Prädiabetes. Denn bei diesem Zustand ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, bald einen Diabetes zu bekommen. Ob die Glukosetoleranz gestört ist, lässt sich mit einem einfachenTest, dem oralen Glukosetoleranz-Test, herausfinden:Bei dem Test trinken Sie nüchtern am Morgen in der Arztpraxis innerhalb von 5 Minuten 75Gramm Glukose, wie Zuckerwissenschaftlich genannt wird,aufgelöst in 250 bis 300 ml Wasser. Sofort danach und nach zwei Stunden wird die Blutglukose gemessen. Am Anstieg lässt sich erkennen, ob bereits dieVorstufe von Diabetes besteht.Grundlage der Behandlung in diesem Stadium ist genauso wie bei Menschen mit erhöhtem Risiko und bereits ausgeprägtem Diabetes Typ 2 eine Änderungd es Lebensstils mit gesünderer Ernährung und mehr körperlicher Bewegung. Damit lässt sich Diabetes vielfach noch stoppen. Sind Sie bereits erkrankt, kannI hr Arzt Ihnen mit wirksamen Antidiabetika helfen.