Donnerstag, 27. November 2008

Begriffe: Gesundheit A bis Z

RKI Gesundheit A bis Z

RKI Ratgeber Infektionskrankheiten - Merkblätter für Ärzte

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Medical Reviews of House

Medical Reviews of House

Freitag, 21. November 2008

Impfkalender
Der Impfkalender für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene (Tabelle 1) umfasst Impfungen zum Schutz vor
Diphtherie (D/d), Pertussis (aP/ap), Tetanus (T), Haemophilus influenzae Typ b (Hib), Hepatitis B (HB), humanen Papillomaviren
(HPV), Poliomyelitis (IPV), Pneumokokken, Meningokokken, Masern, Mumps, Röteln (MMR) sowie gegen
Varizellen und für Senioren gegen Influenza und Pneumokokken (s. auch www.rki.de).
Tabelle 1: Impfkalender (Standardimpfungen) für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene

S
SM
Um die Zahl der Injektionen möglichst gering zu halten, sollten vorzugsweise Kombinationsimpfstoffe verwendet werden. Impfstoffe mit unterschiedlichen
Antigenkombinationen von D/d, T, aP/ap, HB, Hib, IPV sind verfügbar. Bei Verwendung von Kombinationsimpfstoffen sind die Angaben des Herstellers
zu den Impfabständen zu beachten. Zur gleichzeitigen Gabe von Impfstoffen sind die Angaben der Hersteller zu beachten. Der Zeitpunkt der
empfohlenen Impfungen wird in Monaten und Jahren angegeben. Die Impfungen sollten zum frühestmöglichen Zeitpunkt erfolgen. Die untere Grenze
bezeichnet vollendete Lebensjahre bzw. Lebensmonate. Die obere Grenze ist definiert durch den letzten Tag des aufgeführten Alters in Jahren/Monaten.
Beispiel: 12–17 Jahre: Vom vollendeten 12. Lebensjahr (12. Geburtstag) bis zum Ende des 18. Lebensjahres (letzter Tag vor dem 18. Geburtstag).
A Auffrischimpfung: Diese sollte möglichst nicht früher als 5 Jahre nach der vorhergehenden letzten Dosis erfolgen (s. a. Epid. Bull. 32/2006, S. 274 f)
G Grundimmunisierung aller noch nicht geimpften Jugendlichen bzw. Komplettierung eines unvollständigen Impfschutzes
S Standardimpfungen mit allgemeiner Anwendung = Regelimpfungen
SM Standardimpfungen für Mädchen
a) Zu diesen Zeitpunkten soll der Impfstatus unbedingt überprüft und gegebenenfalls vervollständigt werden.
b) Ab einem Alter von 5 bzw. 6 Jahren wird zur Auffrischimpfung ein Impfstoff mit reduziertem Diphtherietoxoid-Gehalt (d) verwendet.
c) Bei monovalenter Anwendung bzw. bei Kombinationsimpfstoffen ohne Pertussiskomponente kann diese Dosis entfallen.
d) Siehe Anmerkungen „Postexpositionelle Hepatitis-B-Prophylaxe bei Neugeborenen“ (S. 237)
e) Zur Möglichkeit der Koadministration von Impfstoffen sind die Fachinformationen zu beachten.
f) Bei Anwendung des Kombinationsimpfstoffes MMRV sind die Angaben des Herstellers zu beachten. Entsprechend den Fachinformationen ist
die Gabe einer 2. Dosis gegen Varizellen erforderlich. Zwischen beiden Dosen sollten 4 bis 6 Wochen liegen.
* Abstände zwischen den Impfungen der Grundimmunisierung mindestens 4 Wochen; Abstand zwischen vorletzter und letzter Impfung der
Grundimmunisierung mindestens 6 Monate
* * Generelle Impfung gegen Pneumokokken für Säuglinge und Kleinkinder bis zum vollendeten 2. Lebensjahr mit einem Pneumokokken-
Konjugatimpfstoff; Standardimpfung für Personen 60 Jahre mit Polysaccharid-Impfstoff und Wiederimpfung im Abstand von 6 Jahren nach
Angaben der Hersteller für Personen mit erhöhtem Risiko für schwere Pneumokokken-Erkrankungen (Risiko-Nutzen-Abwägung beachten)
* * * Mindestabstand zwischen den Impfungen 4 Wochen
* * * * Jährlich mit dem von der WHO empfohlenen aktuellen Impfstoff
* * * * * Grundimmunisierung mit 3 Dosen für alle Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren
* * * * * * Jeweils 10 Jahre nach der letzten vorangegangenen Dosis

Ernährung: Gemüse und Obst kontra Vitamnpillen

Obst und Gemüse kardioprotektiv, Vitaminpillen wirkungslos

Wer Gutes tun möchte für Herz und Gefäße, sollte seinen Speiseplan umstellen. Aktuell beim Jahreskongress der American Heart Association vorgestellte Studien zeigen, dass Obst, Gemüse und Hibiskustee protektive Effekte haben. Völlig wirkungslos sind dagegen Pillen, die Vitamin E, Vitamin C oder Folsäure enthalten.

Am positivsten überraschte der Hibiskustee.
In einer Studie der Tufts-Universität in Boston mit 65 Patienten mit leicht erhöhten Blutdruckwerten erwiesen sich drei Tassen Tee am Tag als respektable Blutdrucksenker. Im Laufe der sechswöchigen Studie sank der systolische Blutdruck der Teetrinker um 7,2 mmHg – im Vergleich zu 1,3 mmHg in der Placebogruppe. Bei Patienten mit einem Ausgangsblutdruck über 130 mmHg brachte das aus 1,25 Gramm Teeblättern pro Tasse und im Schnitt sechs Minuten gezogene Heißgetränk den Blutdruck gar im Durchschnitt um 13,2 mmHg nach unten – Placebo hingegen nur um 1,3 mmHg.
Hibiskustee für alle Hypertoniker
Eingedenk der Tatsache, dass eine systolische Blutdruckreduktion um nur 3 mmHg die Gesamtsterblichkeit um 4% senkt, errechnet sich für den Tee eine theoretische Mortalitätsreduktion um wenigstens 12%. Da kann die Empfehlung nur lauten: Raten Sie Ihren Hochdruckpatienten zu drei Tassen hibiskusreichem Kräutertee am Tag!

Wie herzgesund ist Rosenkohl?

Beim Gemüse ist die Datenlage noch ziemlich dürftig, um dieses regelmäßig aus Gründen der Herzgesundheit zu empfehlen. Es gibt zwar Studien, die eine Senkung schädlicher Fette und damit des KHK-Risikos nahelegen. Doch diese untersuchten in der Regel die Wirkung von Sojabohnen, die hierzulande selten auf den Teller kommen. Was Möhren, Erbsen, Spargel und Rosenkohl leisten, ist weniger bekannt. Jetzt ging man der Frage in einer Metaanalyse nach und identifizierte 134 Studien, von denen zwölf wissenschaftlichen Ansprüchen genügten. Auch diese hatten zusammen nur 298 Patienten eingeschlossen. Die Patienten wiesen mit einem Durchschnitts-LDL von 172 mg/dl eine handfeste Hypercholesterinämie auf. Mit einer gemüsereichen Diät gelang es, das LDL im Schnitt um 11 mg/dl zu senken – ein moderater Effekt. Die meisten Patienten bleiben damit Kandidaten für ein Statin, das in der Primärprävention laut Leitlinien ab einem LDL von 160 mg/dl zu erwägen ist.
An apple a day ...
... is not enough. Dies legt eine Studie nahe, der zufolge Obst und Gemüse die Gefäßfunktion bei Patienten mit leicht erhöhten Blutdruckwerten verbessern kann. Dabei gilt: Viel hilft viel. In der Untersuchung wurden 118 Patienten (RR 143/83 mmHg) in drei Gruppen aufgeteilt und angeleitet, acht Wochen lang entweder eine, drei oder sechs Portionen Obst und Gemüse am Tag zu essen. Ermittelt wurde die Gefäßfunktion durch Blutflussmessung im Unterarm, und es zeigte sich: Mit jeder Portion Obst und Gemüse am Tag besserte sich der Blutfluss um 6,2%.

Erneutes Fiasko für Vitaminpillen

Es macht keinen Sinn, sich ungesund zu ernähren und sein Gewissen mit der Einnahme regelmäßiger Vitaminpillen zu beruhigen. Auch bei gesunder Ernährung schützen zusätzliche Vitamine weder Herz noch Gefäße. Viele Leute schwören z. B. auf Folsäure, mit der sich das Homocystein senken lässt. Hohe Homocysteinwerte sind ohne Zweifel ein ungünstiger prognostischer Marker. Diesen mit Folsäure zu reduzieren, bleibt aber ohne Wirkung, auch wenn man Gegenteiliges erwarten würde. Dies haben übereinstimmend die Studien CHAOS-2, WENBIT, VISP, NORVIT, WAFACS und HOPE-2 an großen Studienkollektiven gezeigt. Da überrascht es, dass nun mit der SEARCH-Studie erneut in einer prospektiven Studie bei 12064 Personen über 6,7 Jahre lang der Effekt von täglich 2 mg Folsäure und 1 mg Vitamin B12 untersucht wurde. Erneut wartete man vergeblich auf einen kardioprotektiven Effekt. Allerdings waren die Vitamine auch nicht schädlich, sodass überzeugte Patienten sie weiter zu sich nehmen können.
Auch Vitamin C und E erfreuen sich großer Beliebtheit. Denn sie wirken antioxidativ und es ist hinlänglich bekannt, dass freie Radikale im Körper für allerlei Ungemach verantwortlich sind. Beobachtungsstudien legen nahe, dass regelmäßige Vitaminsupplementierung vor kardiovaskulären Ereignissen schützen könnte. Große kontrollierte, doppelblinde Langzeitstudien bestätigen dies jedoch nicht.
Eine besonders große Studie dieser Art wurde auf dem amerikanischen Herzkongress vorgestellt und zeitgleich in JAMA publiziert. Es handelt sich um die Physicians Health Study II. Diese untersuchte bei 14641 Ärzten im Durchschnittsalter von 64 Jahren die Wirkung einer täglichen Einnahme von 500 IU Vitamin C und der Einnahme von 400 IU Vitamin E an jedem zweiten Tag. Nach achtjähriger Beobachtungszeit musste festgestellt werden, dass beide Vitamine absolut wirkungslos blieben und das Risiko für keinen einzigen kardiovaskulären Endpunkt reduzierten. Um nur ein Ergebnis herauszugreifen: Unter Vitamin C starben 857 Teilnehmer, in der Kontrollgruppe 804 Personen. Unter Vitamin E starben 841 Teilnehmer, in dieser Kontrollgruppe waren es 820 Personen. Das ist statistisch kein Unterschied, wenn auch nummerisch mehr in den Vitamingruppen. Der einzige statistisch signifikante Unterschied war eine Risikoerhöhung für hämorrhagische Schlaganfälle unter Vitamin E, was die Autoren jedoch für einen Artefakt bei insgesamt niedriger Inzidenz halten.
Autor: Dr. med. Dirk Einecke
Originalquelle: Jahrestagung der American Heart Association, New Orleans, 9.–12. 11. 2008

Donnerstag, 6. November 2008

Die häufigsten Todesursachen weltweit oder woran sterben die meisten Menschen

In Genf stellte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihren aktuellen Bericht zu den häufigsten Todesursachen weltweit vor. Herz- und Infektionskrankheiten sowie Krebs führen die Liste weiterhin an. Das geht aus einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den häufigsten Todesursachen hervor, der am Montag in Genf vorgestellt wurde.

http://lifestyle.de.msn.com/gesundheit/gesundheit_galerie.aspx?cp-documentid=10631569&imageindex=1

1. Herzinfarkt
2. Schlaganfall
3. Lungenentzündung
4. COPD, Asthma
5. Durchfallerkrankungen
6. AIDS
7. Tuberkulose
8. Lungenkarzinom
9. Verkehrsunfälle
10. Frühgeburten u.a.