Montag, 7. Dezember 2009

Gesundheitsforum Koblenz - Früherkennung von Herz-Kreislaufkrankheiten

Westerwälder Präventivmedizin

Früherkennung von Herz- und Gefäßerkrankungen

VASCULAR EXPLORER - ein modernes Messgerät mit einem Verfahren zur Bestimmung der Pulswellengeschwindigkeit beim Blutfluss in den Arterien - die Bedeutung der arteriellen Gefäßfunktion in der hausärztlichen-internistischen Praxis.

Die arterielle Gefäßsteifigkeit und damit die Erhöhung der Pulswellen-geschwindigkeit sind verantwortlich für den altersabhängigen Anstieg des systolischen Blutdruckes. Sie tragen damit zur Sterblichkeit durch Herzinfarkt und Schlaganfall bei.

Trotz deutlicher Fortschritte bei der Diagnostik und Therapie von Herzkreislauf-krankheiten bleiben die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität weltweit und in Deutschland hoch. Dazu trägt auch die unzureichende Behandlung - weil meist oft zu spät -bekannter kardiovaskulärer Risikofaktoren bei.

Risiko-Scores (GLORIA, CARRISMA, Framingham, PROCAM) erlauben zwar eine exzellente bevölkerungsbasierte kardiovaskuläre Risikostratifizierung, geben uns aber wenig genaue individuelle Informationen.

Die Untersuchung der arteriellen Gefäßfunktion gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung bei der individuellen Betreuung von Patient mit Herzkreislaufkrankheiten. Eine wichtige Eigenschaft der Gefäße ist die Elastizität der Gefäßwand. Diese Elastizität kann über die Messung der Pulswellengeschwindigkeit bestimmt werden.

Ein Gerät zur Bestimmung der Pulswellengeschwindigkeit ist der VASCULAR EXPLORER.

Worauf beruht die Untersuchung der arteriellen Gefäßfunktion mit dem VASCULAR EXPLORER?

Die wichtigste Eigenschaft der Aorta und der angrenzenden großen Blutgefäße ist die reversible Dehnbarkeit. Sie ermöglicht erst den kontinuierlichen Blutstrom durch unseren Körper.

Alterung und Risikofaktoren unseres Alltages (Bewegungsmangel, Nikotin, usw.) führen zu einer stetig wachsenden Steifigkeit der Aorta und der angrenzenden Gefäße. Die Zunahme der Gefäßsteifigkeit - Abnahme der Gefäßelastizität - führt zu Veränderungen des Blutflusses. Es kommt zu einem Anstieg des systolisches und einem Absinken des diastolischen Blutdruckwertes sowie zu einem schnelleren Durchflusses der Blutmenge durch den arteriellen Gefäßbaum - die Pulswellengeschwindigkeit erhöht sich. Die Pulswelle wird weiterhin früher im arteriellen Gefäßsystem reflektiert.

Die Gefäßsteifigkeit und die Erhöhung der Pulswellengeschwindigkeit stehen in enger Verbindung mit dem Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko.

Sie führen am Herzen zu einem erhöhten myokardialen Sauerstoffverbrauch, zu einer Vergrößerung der linken Herzkammer und damit zu einer Erhöhung der Sterblichkeit durch Herz- und Gefäßkrankheiten

Die Gefäßveränderungen gehen dem Herzinfarkt und Schlaganfall etwa 10-15 Jahre voraus. In den Gesundheits- und Vorsorgeuntersuchungen werden diese Veränderungen bisher aber nicht detailliert genug gemessen. Die Folge ist, dass erst durch das Erleben von Herzinfarkt und Schlaganfall dem Patienten deutlich wird, wie sich sein ungünstiger Lebenswandel ausgewirkt hat.

Die Messung der Pulswellengeschwindigkeit ist die klassische Methode zur Untersuchung der Gefäßsteifigkeit, der Goldstandard zur Abschätzung der Gefäßelastizität.

Mit dem jetzt vorliegenden Gerät VASCULAR EXPLORER der Firma ENVERDIS wird frühzeitig die Veränderung der Pulswellengeschwindigkeit gemessen. Es ist ein einfaches nichtinvasives Messverfahren, das in der Praxis eine schnelle und valide Bestimmung der arteriellen Gefäßmerkmale ermöglicht, für den Patienten ein unkompliziertes und risikoloses Verfahren sowie einfach durchführbar und gut reproduzierbar.

Der Arzt erkennt mit den vorliegenden Messwerten erheblich frühzeitiger beginnende Gefäßveränderungen. Er kann dem Patienten schwarz auf weiß die ungünstigen Folgen des bisherigen Lebenswandels zeigen. Der Arzt hat dann die Möglichkeit verschiedene nichtmedikamentöse sowie medikamentöse Maßnahmen einzusetzen und deren positiven Einfluss im weiteren Verlauf zu kontrollieren.

Zu diesen Maßnahmen zählen z.B. Kochsalzreduktion, körperliches Ausdauertraining, Medikamente wie ACE-Hemmer, AT1-Blocker (Olmesartan), CSE-Hemmer (Sortis). Sie beeinflussen die strukturellen Veränderungen der Gefäßwand und begünstigen die Gefäßelastizität.

Haus-/Fachärzte in der Region Westerwald planen u.a. zur Durchführung dieser präventiven Untersuchung mit dem VASCULAR EXPLORER eine Gemeinschaftspraxis zu gründen. Diese Vorsorgeleistung befindet sich nicht im Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen und ist vom Patienten privat zu bezahlen. Zum weiteren Leistungsspektrum dieser zukünftigen Privatpraxis "Gesundheitsvorsorge Westerwald (Westerwälder Präventivmedizin) gehören z.B. die Vorsorgeleistungen GLORIA, CARRISMA, dann sportmedizinische Untersuchungen wie Spiroergometrie, Leistungsdiagnostik auf dem Ergometer, Trainingsbetreuung, Nichtraucherkurse, Kurse zur Gewichtsreduktion, Akupunktur, Neuraltherapie, und vieles andere mehr.

Dieses Untersuchungsspektrum und die teilnehmenden Arztpraxen werden demnächst in einer Broschüre "Gesundheitsvorsorge Westerwald" veröffentlicht.

Arztpraxis Neuwied-Heddesdorf

Dr. med. Frank Neßler

Facharzt für Allgemeinmedizin

Dierdorfer Str. 161

56564 Neuwied

Tel.: +49 2631-87050

Fax: +49 3212-201 1958

Tel.: +49 700-000 87050

email arztpraxis.dr.med.f.nessler@web.de

Arztpraxis Elkenroth

Frau Monika Hammer-Kreil

Fachärztin für Allgemeinmedizin

Elisabethstr. 24

57578 Elkenroth

Tel.: +49 2747-1846

Fax: +49 2747-911 939

email praxis@monika-hammer.de

Gemeinschaftspraxis

Gesundheitsvorsorge Westerwald

- Westerwälder Präventivmedizin -

Tel./Fax: +49 3212 123 2819

www.gesundheitsvorsorge-westerwald.de

email info@gesundheitsvorsorge-westerwald.de

gesundheitsvorsorge.westerwald@googlemail.com

Donnerstag, 29. Januar 2009

Berliner Aufruf - Freie Ärzteschaft

sieben Forderungen umreißen das, wofür wir Ärztinnen und Ärzte in den kommenden Wochen und Monaten aktiv und mit unseren Patienten gemeinsam kämpfen müssen!
Vertreter von elf ärztlichen Berufs- und Fachverbänden waren in der vergangenen Woche auf Einladung der ‚Freien Ärzteschaft’ in Berlin zusammengekommen, um Strategien und Forderungen für den heraufziehenden Bundestagswahlkampf zu besprechen und zu formulieren. In großer Einmütigkeit wurde unter dem Titel „Diese Gesundheitspolitik macht krank“ ein Berliner Manifest (http://www.freie-aerzteschaft.de) formuliert, das in diese sieben Forderungen mündet:

1. Wir fordern die Ärzteschaft zur Einigkeit auf.
2. Wir fordern die Ärztinnen und Ärzte auf, politisch aktiv zu werden.
3. Die Ärzte werden den politisch verursachten Mangel deutlich machen.
4. Das beste Gesundheitssystem der Welt ist in akuter Gefahr. In keinem anderen Land gibt es einen vergleichbaren ungehinderten Zugang zu Fach- und Hausärzten.
5. Die Dumping-Preise in der neuen Gebührenordnung müssen sofort durch faire Preise für alle Leistungen ersetzt werden.
6. Gesetzlich verordnete Leistungsbegrenzungen und Pauschalen schaden unseren Patienten.
7. Der Ausverkauf des Gesundheitswesens an Gesundheits-Heuschrecken durch die schwarz-rote Koalition muss gestoppt werden.


Aufbauend auf diesem Forderungskatalog müssen wir vielfach aktiv werden durch Pressearbeit, Informationskampagnen und Veranstaltungen. Wir können und dürfen den politisch gewollten Niedergang der flächendeckenden wohnortnahen haus- und fachärztlichen Versorgung nicht hinnehmen! Und wir fordern mit größtem Nachdruck eine glaubwürdige Garantie für unsere Unabhängigkeit in ärztlicher Freiberuflichkeit, die zwingend auch die Freiheit des Arzt-Patienten-Verhältnisses und die Therapiefreiheit einschließt.

Montag, 12. Januar 2009

Arztbesuch - wann sollte er unverzüglich gemacht werden?

Zehn Gründe für den Arztbesuch

Medical Tribune Bericht
ROCHESTER – Den Krebs hätte man heilen, die Hirnblutung ausräumen, das verstopfte Gefäß behandeln können. Nur weil der Patient zu spät ärztliche Hilfe suchte, trägt er jetzt bleibende Schäden davon oder muss gar sterben. Gegen derlei tragische Verzögerungen führt die Mayo Clinic ihre neue 10-Symptome-Liste ins Feld.


Nicht jede Gesundheitsstörung verlangt sofortige medizinische Hilfe – manche aber doch. „Zehn Symptome, die Sie niemals ignorieren sollten“ gab die Mayo Clinic Women’s HealthSource jetzt heraus, um die Patientinnen für Alarmzeichen zu sensibilisieren, so eine Pressemitteilung der Klinik. Hier sind sie, die „10 Ab-zum-Doktor-Beschwerden“:
Symptom 1 - Probleme zu sehen, zu sprechen oder sich zu bewegen: Taubheit oder Lähmung einer Körperhälfte, Schwierigkeiten beim Sprechen oder verminderte Sehkraft können auf einen Schlaganfall hinweisen. Selbst wenn die Symptome sich als eine vorübergehende Attacke erweisen und sich innerhalb von Minuten wieder geben, ist trotzdem rasche medizinische Hilfe vonnöten, weil der „richtige Schlag“ oft erst noch folgt. Untypische Schlaganfallsymptome kommen besonders bei Frauen vor und bestehen zum Beispiel in Luftnot, Gesichtsschmerz oder Herzrasen. Rasche Therapie kann hier den „Untergang“ von Hirngewebe in Grenzen halten.
Symptom 2 - Vernichtender, plötzlicher Kopfschmerz: Dahinter können verschiedene ernstzunehmende Erkrankungen stecken, unter anderem auch ein Schlaganfall, eine Meningitis oder ein Malignom. Sofortige medizinische Abklärung verlangt des Weiteren der Kopfschmerz nach Schädeltrauma oder in Zusammenhang mit Fieber, Nackensteife, Ausschlag, Krampfanfällen, Doppelbildern oder neurologischen Ausfällen.
Symptom 3 - Unerklärlicher Gewichtsverlust: Bei 5 Prozent des Körpergewichts innerhalb von einem Monat oder mehr als 10 Prozent in sechs bis zwölf Monaten heißt es: dringend abklären. Stecken Schilddrüsen- oder Leberkrankheit, Krebs oder eine schwere Depression dahinter?
Symptom 4 - Jegliche Veränderung der Brust wie etwa Knoten, Sekretion, Hautveränderungen, Jucken, Schmerz.
Symptom 5 - Vaginale Blutung nach der Menopause als möglicher Hinweis auf Tumoren.
Symptom 6 - Veränderte Stuhlgewohnheiten: Milder Durchfall über einen Zeitraum von mehr als einer Woche und Verstopfung über die Dauer von mehr als zwei Wochen können Ausdruck von Infektionen, Medikamentenunverträglichkeit, aber auch lebensbedrohlicher Erkrankung sein.
Symptom 7 - Völlegefühl nach dem Essen: Weniger gegessen, aber trotzdem ein Gefühl wie vollgestopft? Wenn solch ein Gefühl über Tage und Wochen persistiert, müssen Mediziner klären: Steckt nur ein Reflux dahinter oder vielleicht ein Tumor? Dies gilt umso mehr, wenn Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen, Fieber oder Gewichtsverlust mit dem Völlegefühl einhergehen. Symptom 8 - Anhaltender Husten: Währt der Husten länger als einen Monat, stört er den Schlaf oder bemerkt jemand Blut im Sputum, muss er unverzüglich zum Check-up.
Symptom 9 - Traurigkeit, Depression: Nicht nur wenn man über Wochen und Monate niedergeschlagen ist oder gar Todessehnsucht hat – auch bei Symptomen wie Interessensverlust, Hoffnungs-losigkeit, Konzentrationsstörungen oder Nah-am-Wasser-gebaut-Sein, bitten die Experten der Mayo Clinic dringend um Arztkonsultation.
Symptom 10 - Anhaltendes oder hohes Fieber: Bei Temperaturen um 38 °C muss spätestens nach einer Woche eine Abklärung erfolgen. Bei hohem Fieber über ca. 39,5 °C sollten Sie unbedingt sofort einen Arzt konsultieren.

Freitag, 9. Januar 2009

Osteoporose

Sie haben schon Einiges überOsteoporose gehört und fragensich: Könnte ich davon betroffensein? Sie sind möglicherweiseschon über 50 Jahre alt. Dannhaben Sie ein erhöhtes Risiko füreine Osteoporose und die darausresultierenden Knochenbrüche.Doch es gibt noch andere Faktoren,die das Risiko erhöhen. Miteinem Test lässt sich das persönlicheRisiko ermitteln. Es gibt inzwischenviele wirksame Mittelgegen Osteoporose. Jetzt habenSie sicherlich einige Fragen. Hierfinden Sie ein paar aktuelle Informationenzum Thema.Was ist eine Osteoporose?Die Osteoporose ist eine Skeletterkrankung.Dabei ist die Knochenmasseniedriger als bei gesundenMenschen, und die Knochensind auch nicht so fest. Folge:Die Knochen brechen leicht.Wie häufig istdiese Knochenkrankheit?Osteoporose ist mittlerweile eineVolkskrankheit geworden: Alleinin Deutschland sind bereits7,8 Millionen Menschen über 50Jahre von der Krankheit betroffen– vorwiegend Frauen. Etwajede dritte Frau in den Wechseljahrenbekommt eine Osteoporose.Zunehmend erkrankenauch Männer daran.Wie gefährlich istOsteoporose?Die Folgen der Osteoporose sindschwerwiegend: SchmerzhafteRundrücken infolge von Wirbelkörperbrüchenund Oberschenkelhalsbrüche,die häufig zurPflegebedürftigkeit führen. EinenOberschenkelhalsbrucherleiden in Deutschland nachaktuellen Erhebungen etwa130 000 Menschen pro Jahr, daruntersind 90 000 Frauen. Schätzungsweise30 Prozent von ihnensterben bereits innerhalb einesJahres. Und gut 30 Prozentder Betroffenen werden dauerhaftinvalide.Wie lässt sich Osteoporosefeststellen?Die zentrale Untersuchung beiVerdacht auf Osteoporose ist diesogenannte Knochendichtemessung.Es handelt sich hierbei umeine besondere Art der Röntgenuntersuchungmit geringerStrahlenbelastung. Diese Untersuchungmüssen Sie zur Zeit jedochselbst bezahlen, wenn Sienicht etwa schon durch Osteoporose-bedingte Brüche erlittenhaben. Sie kostet etwa 30 Euro.Gemessen wird die Knochendichtean der Wirbelsäule undam Schenkelhals, also an denStellen, an denen auch die gefährlichstenBrüche bei der Osteoporoseauftreten.Wie wird bei Osteoporosebehandelt?Bei einer niedrigen Knochendichteist das oberste Ziel, Knochenbrüchenvorzubeugen.Hierfür gibt es inzwischen vielewirksame Mittel. Zwei Dingesind aber in jedem Fall wichtig,um die Knochen zu schützen:Regelmäßige körperliche Aktivitätund knochengesunde Ernährung.Geeignet sind vor allemKrafttraining zur Stärkung derRücken- und Oberschenkelmuskulatur,aber auch Ausdauersportartenmit aufrechter Körperhaltungwie Wandern,Walking undRadfahren. Wichtigfür die Knochen istauch eine kalziumreicheErnährung. DennKalzium ist ein wichtigerBaustein desSkeletts. Frauen nachder Menopause benötigen1200 bis 1500 mg Kalziumpro Tag. Eine Tasse Milch enthältetwa 180 mg Kalzium undeine Portion Hartkäse für eineScheibe Brot ungefähr 400 mg.Es gibt auch kalziumreiche Mineralwässer.Als kalziumreichgelten Mineralwässer, die mindestens150 mg Kalzium pro Literenthalten.Wichtig ist auch Vitamin D. Eserhöht die Kalziumaufnahmeaus dem Darm. Das heißt: Nurwer genügend Vitamin D hat,kann das aufgenommene Kalziumoptimal verwerten. VitaminD ist besonders in Seefischwie Hering und Lachs enthalten.Es wird auch in der Haut synthetisiertunter dem Einfluss ultravioletterSonnenstrahlung. Dahersind häufige Aufenthalte imFreien wichtig – mindestens 30Minuten täglich. Auch überNahrungsergänzungsmittel lässtsich eine ausreichende Versorgungmit Kalzium und VitaminD sicherstellen.

Diabetes früh erkennen

Diabetes früh erkennen

In Deutschland und in vielenLändern der Welt gibt es immer mehr Menschen mit Diabetes vom Typ 2. Diese Krankheit, diefrüher Altersdiabetes genanntwurde, betrifft heute nicht nur immer mehr Menschen, sondernetliche schon, wenn sienoch jung sind.Woran ist zu erkennen, ob einMensch gefährdet ist, einen DiabetesTyp 2 zu bekommen oderob er bereits auf dem Weg dazuist? Natürlich hat wie bei vielen anderen Erkrankungen Veranlagung eine gewisse Bedeutung.Wichtiger aber ist der Lebensstil und der ist meist ungesund. Wir essen zu viel, zu fett und zu viel Zucker. Und wir bewegen uns zu wenig.Dadurch kommt es zu Übergewicht,der Fettanteil des Körpers nimmt zu. Doch Körperfett ist nicht gleich Körperfett. Besonders ungünstig ist es, wenn das Fett sich in der Körpermitte ansammelt. Das ist auf den ersten Blick am dicken Bauch zuerkennen.Wenn Sie es genau wissenwollen, nehmen Sie ein gewöhnliches Maßband zur Hand. Wissenschaftler haben in großen Studien herausgefunden, ab welchem Bauchumfang das Risiko steigt, einen Diabetes Typ 2 und möglicherweise seine gefährlichenFolgeerkrankungenzu bekommen. Die Zahlen sinderstaunlich niedrig und bei Männern und Frauen unterschiedlich:Mehr als 94 Zentimetern sollten es bei Männernnicht sein und bei Frauen nicht mehr als 80 Zentimeter.Damit die Werte aussagekräftig sind, kommt es darauf an,dass Sie das Bandmaß richtig anlegen. Gemessen wird derTaillenumfang im Stehen in derMitte zwischen den Rippenbögenund Hüftknochen. Dazusollten Sie sich entkleiden und normal atmen. Wer den Bauch einzieht, betrügt sich selbst. Messen Sie einen erhöhten Bauchumfang, sollten Sie mit IhremArzt darüber sprechen. Erwird dann wahrscheinlich weitereUntersuchungen machen, ausdenen hervorgeht, wie hoch ihrRisiko ist, eventuell eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu bekommen,die zu gefährlichen Schädenunter anderen an Hirn, Herz und Augen führen kann.Zu diesen Untersuchungen gehört die Messung des Blutdrucks.Außerdem wird Ihnen nüchtern Blut abgenommen und daraus werden die Werte fürBlutfette bestimmt. Die Wertefür das „schlechte“ LDL-Cholesterin,das „gute“ HDL-Cholesterinsowie die Triglyzeride gebenweitere Hinweise auf eine möglicheGefährdung für Herzinfarktund Schlaganfall. Auch wird mitder Blutzuckerbestimmung festgestellt,ob möglicherweiseschon ein Diabetes besteht.Leider ist es oft so, dass beierheblichem Übergewicht gleichmehrere dieser Werte nicht imNormbereich sind. Dadurchsteigt das Risiko besonders, einenDiabetes Typ 2 zu bekommen.Ärzte sprechen dann vomMetabolischen Syndrom. Möglicherweise besteht beidiesem Syndrom schon eineVorstufe des Diabetes. Die morgens gemessenen Nüchtern-Blutzuckerwerte können dann noch normal sein. Nach dem Essen sind sie aber schon deutlich erhöht.Ärzte sprechendann von einer gestörten Glukosetoleranzoder von einem Prädiabetes. Denn bei diesem Zustand ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, bald einen Diabetes zu bekommen. Ob die Glukosetoleranz gestört ist, lässt sich mit einem einfachenTest, dem oralen Glukosetoleranz-Test, herausfinden:Bei dem Test trinken Sie nüchtern am Morgen in der Arztpraxis innerhalb von 5 Minuten 75Gramm Glukose, wie Zuckerwissenschaftlich genannt wird,aufgelöst in 250 bis 300 ml Wasser. Sofort danach und nach zwei Stunden wird die Blutglukose gemessen. Am Anstieg lässt sich erkennen, ob bereits dieVorstufe von Diabetes besteht.Grundlage der Behandlung in diesem Stadium ist genauso wie bei Menschen mit erhöhtem Risiko und bereits ausgeprägtem Diabetes Typ 2 eine Änderungd es Lebensstils mit gesünderer Ernährung und mehr körperlicher Bewegung. Damit lässt sich Diabetes vielfach noch stoppen. Sind Sie bereits erkrankt, kannI hr Arzt Ihnen mit wirksamen Antidiabetika helfen.

Diabetes Typ 2 muss nicht sein

Diabetes Typ 2 muss nicht sein

In Deutschland und in vielenLändern der Welt gibt es immermehr Menschen mit Diabetesvom Typ 2. Diese Krankheit, diefrüher auch Altersdiabetes genanntwurde, betrifft heute nichtnur immer mehr Menschen,sondern auch immer mehr jüngereMenschen.Die Ursache für diesen Anstiegist unser veränderter Lebensstil:wir essen zu viel, zu fettund zu viel Zucker. Dazukommt: wir bewegen uns zu wenig.Das fängt schon im Kindesalteran. All das zusammen fördertÜbergewicht. Wenn wir immermehr zunehmen, steigt derFettanteil des Körpers. Das wiederumfördert das Risiko, einenDiabetes Typ 2 zu bekommen.Besonders schädlich ist dabeiKörperfett, das sich in derBauchgegend ansammelt.Mehr Bewegung und gesünderessen – das sind bei Übergewichtnicht nur die Rezepte füreine schlanke Linie. Sondern dasist auch der Schlüssel, einen DiabetesTyp 2 zu verhindern unddamit seine gefährlichen Folgeerkrankungen,die unter anderemdas Gehirn, das Herz unddie Augen schädigen können.Dass das so ist, haben Wissenschaftlerin mehreren großenStudien in Europa und den VereinigtenStaaten von Amerikaeindeutig nachgewiesen. In einerdieser Studien hatte sichzum Beispiel gezeigt, dass nacheiner Gewichtsabnahme von nurdreieinhalb Kilogramm innerhalbvon drei Jahren nur halb soviele Menschen einen DiabetesTyp 2 entwickelt hatten.Wenn Sie erfolgreich Abnehmen,das Gewicht halten unddamit Diabetes vorbeugen wollen,sind mehrere Dinge wichtig:Die Ernährung muss kalorienreduziert,aber dennoch ausgewogensein, die körperliche Bewegungim täglichen Leben mussgesteigert werden und es kommtauf eine Änderung des Verhaltensan. Dazu gehört zum Beispiel,Snacks zwischendurch zuvermeiden.Diese drei Faktoren ergänzensich und versprechen langfristigden besten Erfolg.Besonders geeignet sind fürMenschen, die gefährdet sind,einen Diabetes zu bekommenoder ihn schon haben: eine ballaststoffreiche Nahrungmit Vollkornprodukten, frische Gemüse oder Tiefkühlgemüse,alle Sorten, Salatgemüse,zum Beispiel Tomaten,Gurken, Blattsalat, Hülsenfrüchte, etwa Erbsen,Bohnen, Linsen, Obst, wennmöglich mit Schale, fettarme Produkte, zum BeispielJoghurt mit 1,5 Prozent Fett, zuckerarme oder zuckerfreieProdukte.Sinnvoll ist zudem die langfristigeSteigerung der körperlichenAktivität. Auch hier habenWissenschaftler in großen Studiennachgewiesen, dass gesteigertekörperliche Aktivität beiMenschen mit Übergewicht denAusbruch von Diabetes verhindernkann.Empfehlenswert ist in jedemFall eine Erhöhung der körperlichenAlltagsaktivitäten. SteigenSie, soweit es geht, Treppen stattAufzüge zu benutzen.Gehen Sie kurze Wegezu Fuß, für längerebenutzen Sie IhrFahrrad! Oder schaffenSie sich eventuelleinen Hund an! Sinnvollwäre es natürlich,regelmäßig etwas körperlichfür die Gesunderhaltungzu tun: Ärzte ratenzu regelmäßiger Bewegungfür etwa 30 bis 60 Minuten anfünf bis sieben Tagen in der Woche.Für die Belastung gilt eineFaustregel. Sie richtet sich nachder Herzfrequenz: „180 pro Minuteminus Lebensalter“. EinFünfzigjähriger kommt damitauf eine Herzfrequenz von 130pro Minute. Die Faustregel giltjedoch nicht, wenn Sie ein Arzneimittelaus der Gruppe der Betablockereinnehmen. Dannmüssen Sie sich für das Trainingvon Ihrem Arzt individuell beratenlassen. Mit einem solchenTrainingsprogramm sollten Siezusätzlich 2000 Kilokalorien/Woche verbrauchen.Damit das Ganze auch langfristigklappt, sollten Sie eineSportart wählen, die Ihnen Freudebereitet. Denn das bietet einerealistische Chance, bei der Stangezu bleiben. Geeignete Sportartensind schnelles Gehen,Schwimmen und Radfahren.

Wie der Blutdruck korrekt gemessen wird?


Wie der Blutdruck korrekt gemessen wird


Den Blutdruck richtig zu messen ist alles andere als trivial. Hochdruck- Spezialisten
geben bei der Medica Tipps für Patienten, aber auch für ihre Ärzte. <>
Von Thomas Meißner
Den Blutdruck richtig zu messen ist alles andere als trivial. Denn dabei werden sehr viele Fehler gemacht, beklagen Fachleute. Sie sehen Lernbedarf nicht nur bei Patienten,
sondern auch bei Profis. Und bei den Messgeräten muss man die Spreu vom Weizen trennen.
"Kommen Sie, setzen Sie sich schnell dahin, ich messe mal eben den Blutdruck!" - Man könne sicher sein, dass bei solchem Vorgehen die Blutdruckwerte 30 bis 40 mmHg höher
ausfielen, als sie tatsächlich seien, sagt Professor Bernd Krönig aus Trier in Deutschland. Der Internist und Hypertensiologe gibt bei der Medica, der weltgrößten Medizinmesse mit angeschlossenem Fachkongress, Tipps zum richtigen Blutdruckmessen. Aber auch falsch niedrig
gemessene Werte sind möglich, wenn man den richtigen Umgang mit einem Messgerät nicht beherrscht. Eigentlich ist es gar nicht schwierig, den Blutdruck richtig zu messen. Aber ein paar Regeln müssen beachtet werden. Regeln, die sehr viele Hochdruck-Patienten nicht kennen, obwohl sie sich selbst messen, die aber auch von professionellen Helfern häufig nicht beachtet
werden.
So sollte die Messung, zum Beispiel morgens und abends, erfolgen, bevor erneut
blutdrucksenkende Medikamente eingenommen werden. Damit lässt sich am ehesten die
individuell unterschiedliche Langzeitwirkung einzelner Bluthochdruckmittel beurteilen.
Außerdem sollte vor der Messung eine Ruhezeit von drei bis fünf Minuten eingehalten
werden. Etwas Ruhe braucht auch der Untersuchende: bei der klassischen Messmethode mit
Stethoskop, Oberarmmanschette und Manometer soll die Ablassgeschwindigkeit der Luft bei
relativ langsamen zwei bis drei mmHg pro Sekunde liegen. Bei einem Blutdruck von 160/90
mmHg (Blutdruckamplitude von 70 mmHg) bedeutet das, dass es 25 bis 35 Sekunden
dauert, bevor systolischer und diastolischer Wert ermittelt sind. So viel Zeit muss sein.
Unter befragten 500 Männern und Frauen wussten weniger als drei von zehn Hochdruck-
Patienten, dass die Blutdruckmanschette so positioniert sein soll, dass sich der Messpunkt in
Herzhöhe befindet. Außerdem muss stets am Arm mit dem höheren Blutdruckwert
gemessen werden. Auch dies weiß nur jeder Dritte.
Mit einer zu kleinen Manschette misst man falsch niedrige systolische Werte (oberer
Messwert) und falsch hohe diastolische Werte (unterer Messwert). Erstens muss die
Manschette zwei Drittel der Oberarmlänge bedecken. Zweitens muss die Manschettenlänge
stimmen: Weil immer mehr Menschen übergewichtig sind, sieht man immer häufiger
Oberarmumfänge von deutlich mehr als 35 cm. Die Standardmanschette (Länge 22 bis 34
cm) reicht dann nicht mehr aus und muss durch eine längere Manschette ersetzt werden.
Abgenutzte Klettverschlüsse, die sich bereits beim Aufpumpen lösen, führen ebenfalls zu
unsicheren Messwerten.
Die Ärmel eines Oberhemdes oder einer dünnen Bluse können bei der Blutdruckmessung
ruhig unten bleiben. Eine kanadische Studie bei 376 Patienten hat kürzlich ergeben, dass
sich die Messwerte am nackten Arm nicht relevant von jenen am bekleideten Arm
unterscheiden (CMAJ 178, 2008, 585). Dicke Pullover oder Jacken sollte man aber am
besten gleich ausziehen, anstatt zu versuchen, die Manschette noch zwischen
hochgekrempelten Ärmel und Ellenbogen zu klemmen, rät Krönig. Seit Jahren gibt es automatische Blutdruckmessgeräte, die in Tests jedoch oft von sehr heterogener Qualität waren. Zu beachten ist, dass diese Geräte den Blutdruck nach einem ganz anderen Prinzip messen, als bei der klassischen Referenzmethode mit Hilfe des Stethoskops (siehe Kasten). Automaten bestimmen oszillometrisch lediglich einen Mitteldruck. Systolischer und diastolischer Wert errechnet das Gerät. Die Rechenalgorithmen sind bei hochwertigen Geräten so angepasst, dass die Messwerte jenen der klassischen Blutdruckmessgeräte entsprechen - zumindest bei Erwachsenen. Die Messwerte der verschiedenen Methoden sind also prinzipiell vergleichbar. Inzwischen werden auch wissenschaftliche Studien mit solchen Automaten vorgenommen. Allerdings sind die Berechnungsverfahren nicht standardisiert, wie es aus wissenschaftlichen Gründen wünschenswert wäre.
Viele auf dem Markt erhältliche elektronische Blutdruckmessgeräte weisen regelmäßig
fehlerhafte Abweichungen von durchaus 10 mmHg auf. Die Deutsche Hochdruckliga (DHL)
versieht deshalb inzwischen hochwertige Geräte mit einem Prüfsiegel. Dem gehen
aufwendige Tests nach einer europäischen Norm bei über 90 Probanden mit standardisierten
Voraussetzungen voran. Die Messwertabweichungen vom Referenzverfahren dürfen enge
Grenzen nicht überschreiten. Die Geräte mit Prüfsiegel sind auf der Internetseite der DHL
veröffentlicht (www.hochdruckliga.de). Empfehlenswert sind gerade für alte Menschen Geräte
mit gut ablesbaren Displays, gegebenenfalls ergänzt durch Farbskalierungen (rot, gelb, grün)
für gute oder schlechte Druckwerte.
Für die Blutdruckmessung bei Kindern raten Experten wie der Pädiater Privatdozent Dr.
Michael Bald aus Stuttgart von Automaten weitgehend ab. Denn sie seien, von Ausnahmen
abgesehen, nicht für Kinder geprüft. Es gebe kaum wissenschaftliche Daten, anhand derer
der Blutdruck bei Kindern geschlechts- und größenadaptiert bewertet werden könnte. Sehr
Wie der Blutdruck korrekt gemessen wird
http://www.aerztezeitung.de/suchen/default.aspx?query=Blutdruck+messen&sid=522262[09.01.2009 09:21:05]
oft fehlten bei den Geräten auch für Kinder geeignete Manschetten.
Volkskrankheit Bluthochdruck
In Deutschland gibt es mindestens 20 Millionen Menschen mit Bluthochdruck (über 140 zu 90
mmHg). Folgen jahrelangen Bluthochdrucks können unter anderem Schlaganfall, Herzinfarkt
und Nierenversagen sein. Lediglich jedem dritten Betroffenen ist der eigene erhöhte
Blutdruck bekannt. Bei nur knapp 16 Prozent der Hypertoniepatienten in Deutschland ist die
Krankheit medikamentös und mit Allgemeinmaßnahmen unter Kontrolle. (ner)
Blutdruck messen mit Riva-Rocci, Korotkow & Co
Klassische Blutdruckmessung:
Die indirekte Blutdruckmessung mit einer aufblasbaren Oberarmmanschette und einem
Sphygmomanometer hat der italienische Arzt Scipione Riva-Rocci (1863-1937) erdacht.
Durch Aufpumpen der Manschette wird die Armarterie (A. brachialis) komprimiert. Man lässt
die Luft solange ab, bis wieder ein Puls am Handgelenk (A. radialis) tastbar ist, also der
arterielle Druck den Manschettendruck gerade überwindet. Dieser Luftdruck in der
Manschette entspricht dem systolischen Blutdruck. Später kombinierte man die Methode mit
dem Abhören der Arterie per Stethoskop auf der Ellenbeuge. Dabei sind pulssynchrone
Strömungsgeräusche zu hören (Korotkow-Töne, nach Nikolai S. Korotkow, 1874-1920). Beim
Ablassen des Manschettendrucks entspricht der Druck beim Ersterscheinen des
Strömungsgeräuschs dem systolischen Blutdruck, der Druck beim vollständigen
Verschwinden des Geräuschs (bei Erwachsenen) dem diastolischen Blutdruck. Traditionell
wird der Druck noch in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angegeben, obwohl schon lange
keine Messgeräte mit Quecksilber mehr verwendet werden dürfen.
Automatische Blutdruckmessung:
Automatische Geräte messen den Blutdruck oszillometrisch. Das heißt, statt akustischer
Signale werden beim allmählichen Ablassen des Manschettendrucks Oszillationen des
Manschettendrucks erfasst, bedingt durch den wieder einsetzenden arteriellen Puls im Arm.
Diese Oszillationen werden zuerst stärker, dann allmählich schwächer, bis sie ganz aufhören.
Gemessen wird der mittlere Blutdruck (Auftreten der größten Oszillation). Systolischer und
diastolischer Wert werden mit Hilfe mathematischer Algorithmen berechnet. Weil der
Blutdruck im Tagesverlauf stark schwankt, hat sich zur Diagnostik einer Hypertonie die 24-
Stunden-Blutdruckmessung mit Automaten bewährt. Dies gilt auch für die Therapiekontrolle.
Denn oft lässt sich nicht voraussagen, ob eine morgendliche antihypertensive Medikation
noch spät am Abend die gewünschte Wirkung hat.
Direkte Blutdruckmessung:
Sie erfolgt über einen im Blutstrom liegenden Sensor in einer Arterie, der die vom Herzen
ausgehende Druckpulswelle registriert. Diese Druckmessung wird, wenn notwendig, auf
Intensivstationen oder bei großen Operationen angewendet. Vorteil ist die permanente
Registrierung des Blutdrucks und eine im Vergleich zur indirekten Messung höhere
Genauigkeit. (ner)